05. April 2010
Unnötige Niederlage gegen keinesfalls überlegene Gegner
VfR Kronau – Alemannia Wilferdingen 3:2 (0:1)
Landesliga Mittelbaden – 25. Spieltag – Ostermontag, 5. April 2010
Mit dem Ergebnis und vor allem der Leistung unserer Mannschaft konnte man absolut nicht zufrieden sein. Bei einem recht biederen Gegner wurden drei an sich sichere Punkte regelrecht verschenkt! Denn bis zur – verspäteten – Führung hätte man gut und gern zwei oder drei Treffer setzen müssen. Aber weil nicht konsequent abgeschlossen wurde oder der „finale Pass“ zu spät oder schlampig kam, stand nur ein Einschuss zu Buche. Der Schiedsrichter half den Gastgebern bei der Vorbereitung des Ausgleichs: Die Kronauer Angreifer hatten schon abgedreht, da entschied er bei freier Sicht unverständlicherweise auf Eckball und darauf fiel der Ausgleich. Der Uhrzeiger hatte noch keine weitere Umdrehung gemacht, da rappelte es schon wieder im Alemannennetz.
DIE TORFOLGE:
0:1 [35.] Christian Eiffler spielt aus dem Mittelfeld heraus in die Spitze; Reno Bestvina verlängert per Kopf; Philipp Sinn „geht ab“ und schießt flach ins linke Toreck.
1:1 [55.] Der Schiedsrichter entscheidet fälschlicherweise auf Eckball; die flache Hereingabe verlängert Fitim Ajdini per Hacke am kurzen Eck ins Tor.
2:1 [55.] Ballverlust nach dem Anspiel; ein langer Ball segelt von rechts in den Strafraum und wiederum Fitim Ajdini „darf“ sich gegen dreifache Überzahl durchsetzen.
3:1 [65.] Andreas Rothenberger ist selbst überrascht, dass er einen Eckball zwischen mehreren Gelben direkt ins Tor verlängern kann.
3:2 [74.] Die Linksflanke von Simon Hartmann wird zu kurz abgewehrt; Adriano Garro ist zur Stelle und köpft ein.
Vor den Punktgewinnen der Kronauer in den letzten Spielen war gewarnt worden, aber eigentlich durfte man ein gutes Gefühl haben. Denn bis auf einen Schuss zu Beginn kamen die Gastgeber mit ihren Angriffen nicht gefährlich in den Wilferdinger Strafraum. Die Alemannen setzten aus einem dichten Mittelfeld heraus auf schnelle Bälle in die Spitze und das funktionierte auch einige Male prima. Einzig... ein Tor wollte nicht gelingen: Zum einen, weil der „finale Pass“ zu spät oder ungenau gespielt wurde und weil zum anderen die Angreifer mehrmals unberechtigt zurückgepfiffen wurden. Was man aber mehrfach vermisste fehlte, war der unbedingte Wille, ein „Tor machen zu wollen“! Irgendwie werden wir das Ding schon schaukeln....
Aber da hatte man die Rechnung ohne die Kronauer gemacht. Mit zunehmender Spieldauer witterten dies die Gastgeber die Unentschlossenheit der Alemannen und drückten zum Ende der Halbzeit vehement auf den Ausgleich. Da herrschte einige Male dicke Luft im Alemannen-Strafraum.
Und nach der Pause machte der VfR weiter Dampf und setzte unsere Abwehr mehr und mehr unter Druck. Aber trotzdem benötigten de Kronauer die Hilfe des Schiedsrichters zum Ausgleich. Jetzt lief die Abwehr wie ein Hühnerhaufen durcheinander, kassierte schnell den zweiten Treffer und spätestens nach Tor Nummer drei musste man Schlimmes befürchten.
Mit den Einwechslungen kam frischer Schwung ins Spiel; jetzt war auch so etwas wie die gewohnte Spielkultur zu sehen und der Gegner wurde zurückgedrängt. Und der konnte sich zunehmend nur mit Foulspiel behelfen; ein Freistoß Simon Hartmann wurde von der Linie geköpft (70.); eine Minute später ballerte Adriano Garro aussichtsreich an den Querbalken. Und nach dem Anschlusstreffer brannte es einige Male lichterloh im VfR-Strafraum. Mehre Freistöße brachten nichts ein; vor den wenigen Kontern der Kronauer musste man sich aber immer in Acht nehmen.
AUFSTELLUNG ALEMANNIA WILFERDINGENMartin Hausch – Felix Höckh, Mathias Aufschläger, Philipp Ocker, Johannes Schäfer – Luigi Tromba [58. Christian Steinmetz] , Renato Bestvina, Marcel Worgt, Christian Eiffler [82. Jens Bauer] – Adriano Garro, Philipp Sinn [58. Simon Hartmann] ,
AUFSTELLUNG VFR KRONAUChristian Branz – Gerhard Schroff [70. Sebastian Hillenbrand], Patrick Ell, Christopher Habich, Enrico [80. Christian Fabich], Sebastian Veit, Burhan Türedi, Timo Schmitt, Andreas Rothenberger, Fabian Mächtel, Fitim Ajdini
SCHIEDSRICHTER
Dominik Beringer [BSC Oppau] leitete bis auf seinen allerdings schwerwiegenden Lapsus vor dem Ausgleich gut; Assistenten Lisa Gregori und Adrian Kokott.
Zitat:Albert Dennig, Ehrenmitglied und ehem. Spieler:
„Des war mit Abstand unser schlecht’s Spiel, wo i je g’säh häb... un trotzdem hätt‘ mer net verliere brauche...“



