13. Mai 2010
In Eins-zu-Eins-Situationen den Torwart nicht bezwungen
Alemannia Wilferdingen – SVK Beiertheim 2:0 (1:0)
Landesliga Mittelbaden – 31. Spieltag – Mittwoch, 12. Mai 2010
Es war ein hartes Stück Arbeit, bis der SVK Beiertheim „endlich“ in die Knie gezwungen war. Man sah ein intensiv, aber immer fair geführtes Spiel, bei dem gegen die laufstarken Gäste stetige Aufmerksamkeit gefordert war. Mit zunehmender Spieldauer bekam unsere Mannschaft das Spiel in den Griff, steigerte sich auch in spielerischer Hinsicht und hätte im zweiten Durchgang bei zahlreichen „Eins-zu-Eins-Situationen“ das Ergebnis eigentlich früh auf die Marke „beruhigend“ stellen müssen. So dauerte es dann doch bis in die Schlussminuten, ehe der erlösende zweite Treffer gesetzt werden konnte. Puh...!
DIE TORFOLGE:
1:0 [42.] Die stramme Linksflanke von Simon Hartmann hatte der Beiertheimer Torwart wohl zu spät gesehen und auch für Philipp Ocker kam der Ball etwas überraschend: Von seinem „Gebein“ prallte das Spielgerät aus kurzer Entfernung hinter die Linie.
2:0 [88.] Elfmeter: Adriano Garro wird von Felix Meier im Strafraum von hinten zu Fall gebracht und verlädt den Torwart beim Schuss vom Elfmeterpunkt.
BESONDERES VORKOMMNIS:
Steffen Lenhard gilt eigentlich als sicherer Elfmeterschütze; Torwart Martinkowitsch „belauschte“ seinen ehemaligen Mitspieler und fischte den Ball bravourös aus der Ecke.
Besonders in der ersten Halbzeit war die Partie weitgehend ausgeglichen. Die Gäste waren in der Anfangsphase mit ihren schnellen Leuten sichtlich auf eine baldige Führung aus, konnten aber von unserer Abwehr zumeist vor dem Strafraum gestellt oder am genauen Abschluss gehindert werden. Die Beiertheimer zogen ihr Spiel immer wieder über die ballsicheren Außen auf und hatten im Mittelstürmer einen brandgefährlich Mann, aber ernsthaft brachten sie das Wilferdinger Tor eigentlich nicht in Gefahr. Aber auch unsere Mannschaft fand zunächst keine Lücke im dichten Abwehrbollwerk der Karlsruher, die sich bei Wilferdinger Ballbesitz schnell zurückzogen und dicht machten.
Das änderte sich nach rund einer halben Stunde Spielzeit, als zunächst Philipp Ocker mit einem Kopfball knapp scheiterte; zuvor war es nur Simon Hartmann mit einem sehenswerten Seitfallzieher sowie Christian Steinmetz und Adriano Garro mit Distanzschüssen gelungen, beim Beiertheimer Anhang für etwas Herzklopfen zu sorgen.
Eng wurde es erstmals für die Gäste, als Adri Garro schon den Keeper ausgespielt hatte und sein Schuss noch von der Torlinie gekratzt werden konnte (35.). In der Folgeszene scheiterte auch Simon Hartmann mit seinem Schrägschuss nur ganz knapp. Wenig später drückte dann Ocker eine Flanke von Hartmann zum 1:0 über die Linie.
Gehörige Aufregung bei den Alemannen kurz vor der Pause, als man sich schon in der Kabine wähnte: Zunächst ballerte Gästestürmer Lenhard an den Pfosten und ließ sich dann beim Nachsetzen bereitwillig zu Boden rempeln: Den fälligen Elfmeter hielt Torwart Martinkowitsch bravourös und sicherte den Pausenvorsprung.
Auch in Durchgang zwei ging es weiter „rauf und runter“. Jetzt machte der FCA gegen offener stehende Gäste unaufhörlich Druck; jetzt klappte auch das Zusammenspiel besser und die Fehlerquote (Fehlpässe) konnte deutlich gesenkt werden. Zunächst brachte eine Eckballserie für den FCA nichts ein; dann machten sich die Gäste mit einem brandgefährlichen Konter bemerkbar und wenig später traf Adriano Garro den Pfosten (58.). Jetzt wurden die zunehmend ungefährlicher werdenden Beiertheimer ein ums andere Mal ausgespielt; es eröffneten sich mit schnellen Spielzügen Chancen zuhauf, wobei unsere Stürmer jedes Mal alleine aufs Tor zuliefen. Gästetorwart Francesco Porcu avancierte mit sehr gutem Stellungsspiel zum besten Spieler seiner Mannschaft.
Es war zum Haareraufen, was für Möglichkeiten ausgelassen wurden: Adri Garro trifft genau auf den Torwart (68.); Garro mit Direktschuss... Glanzparade des Goalies (71.); Simon Hartmann sceitert gleich dreimal alleine vor dem Torwart (79., 81., 83.); im Gegenzug muss sich Martinkowitsch gegen einen Kopfball Celik gaaanz lang machen (83.).
Zwischendurch hatte man auch Glück, als der Schiri den Kontakt von Felix Höckh mit dem unorthodox aufspringenden Ball als „unabsichtliches“ Handspiel wertete. Dann trifft auch der aus der eigenen Hälfte durchgestürmte Matthias Aufschläger mit einem Heber über den herausstürzenden Torwart nur die Latte (86.) und in der letzten Spielminute ballert noch ein Karlsruher einen Freistoß an die Querlatte unseres Kastens.
Ein Kompliment an unseren Torwart Jochen Martinkowitsch: Eigentlich war er nach seiner Bänderverletzung „nur“ für die Bank vorgesehen. Weil aber Martin Hausch bis kurz vor Spielbeginn im Stau steckte, wurde er kurzfristig „ins Wasser geworfen“ und rechtfertigte dies mit einer tadellosen Leistung gegen seine ehemaligen Kameraden. Eine Formverbesserung war auch bei einigen anderen Spielern festzustellen. Wolfgang Farr
AUFSTELLUNG ALEMANNIA WILFERDINGEN
Jochen Martinkowitsch – Felix Höckh, Mathias Aufschläger, Philipp Ocker, Johannes Schäfer – Marcel Worgt, Simon Hartmann [84. Luigi Tromba], Christian Eiffler, Christian Steinmetz – Adriano Garro , Philipp Sinn
AUFSTELLUNG SVK BEIERTHEIM
Francesco Porcu – Felix Meier, Thomas Müller [72. Michael Susanj], Tobias Schella, Daniel Schüssler, Tim Cramer, Alinn Celik, Johannes Eberhard [74. Malli Malika], Dominik Born, Manuel Miltner [62. Robin Bayer], Steffen Lenhard
SCHIEDSRICHTER
Björn Stumpf bot mit seinen Assistenten Bernd Simmel und Roland Lampert von der SV Sinsheim eine tadellose, unaufgeregte Leistung.
Zitat:
Martin Hausch, FCA-Torwart:
„Nein, ich bin nicht sauer, weil ich nicht gespielt habe... und Jochen hat ja eine prima Leistung abgeliefert!“



